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Futsal contra Hallenfußball

Futsal contra Hallenfußball
Ein Kommentar von Paul Georg (Mitglied im Sportentwicklungsausschuss des Deutschen Betriebssportverband e.V.)

Seit Jahrzehnten kennen und spielen wir in Deutschland den uns bekannten und von uns geliebten Hallenfußball. In all den Jahrzehnten entwickelte sich dieser Fußball unter Hallendächern weiter. Dies ergab sich aus den Erfahrungen, die man über Jahre hinweg sammelte und der Überzeugung der sich daraus ergebenen Regeländerungen (weg vom Handball- zu Jugend-Fußballtoren, Errichtung von Banden, Kunstrasen usw.).

Das Spiel wurde attraktiver, technisch besser, es vielen mehr Tore, was eine stetig steigende Zuschauerzahl nach sich zog (siehe Volksbankenmasters des SFV). Nicht nur im Kalender nahmen diese Hallenturniere einen besonderen Stellenwert ein. Die meisten Vereine, die selbst solche Turniere ausrichten, haben die daraus resultierenden Einnahmen fest in ihren Budgets eingeplant.

Nun kam zu diesem Winter, also der Hallensaison 2015/16 eine von der FIFA und somit für die Kontinental- sowie die Nationalverbände indoktrinierte Zeitenwende. Wie sehr viele, wohl die meisten, meinen, stellte der Zwang nun nur noch die Sportart „Futsal" spielen zu lassen, einen Rückschritt dar. Zurück zu den Handballtoren, weg mit Banden und Kunstrasen, kein Originalfußball mehr, kumulierte Fouls, Sekundenregel (hat sich schon im „großen" Fußball nicht bewährt) –ist das die Zukunft unseres Fußballs unter Hallendächern?

Jetzt sollte man die wohl unter anderem mit verbessertem technischem Spiel begründete Einführung des Futsals aber auch noch anders sehen. Weltweit einheitliches Regelwerk und somit wohl eine baldige Einführung offizieller reiner Futsal-Wettbewerbe, dazu natürlich vorangehend die Qualifikationen. So hat der DFB eine Futsal-Nationalmannschaft gegründet, was ein Baustein im gesamten Konzept der Futsalentwicklung darstellt.

Das alles bedeutet wiederum die Schaffung neuer Einnahmequellen wohl auch für den DFB. Was von den, wenn auch nicht durch und durch korrupt, so aber doch in Teilen, zweifelhaften Führungen der großen Verbände, erwartet wird, nämlich weiterer Kommerz, ist sicherlich ein weiterer Aspekt. Dennoch werden sich nicht alle völlig dieser Zwangseinführung verschließen (können). Das will auch der SBSV nicht, weshalb er unter seinem Fußballsport treibenden BSVn und BSGn eine Umfrage starten wird. Der SBSV wird erfragen, ob die SBM 2016 (wird im Januar 2017 ausgetragen) sowie folgende in der Sportart Hallenfußball oder Futsal ausgetragen werden soll.

Sollte sich die Mehrheit für die eine oder andere Sportart entscheiden, wird diese dann auch so ausgeschrieben. Sollte es Futsal sein, gibt es bzgl. der Schiedsrichter keinerlei Probleme, die erhält der SBSV vom SFV gestellt.

Sollte es, wovon auszugehen ist, der traditionelle Hallenfußball sein, der dann nach den für DBMn verbindlichen einheitlichen Durchführungsbestimmungen des DBSV stattfinden wird, ergibt sich ein Problem. Die Landesbetriebssportverbände, die bei ihren Meisterschaften selbst als Veranstalter oder als DBM-Ausrichter für den DBSV auftreten, werden keine SR von ihren Fußballverbänden mehr bekommen. Diese dürfen nämlich nur noch unter Hallendächern nach Futsalregeln pfeifen. Gerade wurde bekannt, dass SR-Kameraden, die sich nicht daran hielten, mit Strafen belegt wurden.

Im Bereich der DBSV, der sich wiederholt klar für die Beibehaltung des konventionellen Hallenfußballs (Hauptausschuss in Templin 2014 und Klausurtagung in Friedrichroda 2015) entschieden hat, müssen nun die LBSVe, die ihre SR für Fußballspiele unter Hallendächern von den Fußballverbänden bekommen, für SR-Ausbildung eigens für die Leitung von Hallen- fußballwettbewerben nach den alten traditionellen Regeln sorgen - nur so wird dieses nahezu von allen Breitensportlern, also dem Betriebssport, anerkannte Spiel in Hallen erhalten bleiben können.

Es ist sowie so ein Unding, wenn man, wie gerade bei diesem nur als Möglichkeit der aktiven Betätigung im Breitensportbereich (z.B. insbesondere dem Betriebssport) im Winter (Dez. bis Febr.) gedachten Fußballart, eine solche Zwangsmaßnahmevon Seiten des weltgrößten Fußball-Nationalverbandes ergreift. Im Jugendbereich ist schon vor einiger Zeit damit begonnen worden, setzte sich nun endgültig auch im aktiven Bereich fort, was als Durchsetzung einer Vereinheitlichung auf Sicht durchaus akzeptiert werden kann.

Warum und wieso eigentlich das den mittlerweile als Ü-Mannschaften (vormals AH-Mannsch.) bezeichnenden und erst recht dem unteren Rand des fußballerischen Spektrums, dem Betriebssport und dem sogenannten Freizeit- und Hobbyfußball-Bereich aufgezwungen werden soll, entzieht sich des rationalen Begreifens vieler. Selbstverständlich sind diverse andere Regeln des Futsals durchaus sinnvoll und demzufolge sträubt sich kein Aktiver auch solche in den herkömmlichen Hallenfußball zu übernehmen. Dies ist z.B. das Grätschen am Mann oder das als Petitesse zu bezeichnende Einschießen statt Einwerfen.

Der organisierte deutsche Betriebssport hat sich mehrfach eindeutig mit all seinen Landesverbänden dafür ausgesprochen, den allseits bekannten, geliebten und einfachen Hallenfußball beizubehalten. Das überaus klare einheitliche Votum veranlasst also die Landesverbände jedenfalls bei der Durchführung von Deutschen Betriebssport-Meisterschaften im Auftrag des Veranstalters, dem DBSV, auch nach dessen verbindlichen und einheitlich anzuwendenden Durchführungsbestimmungen zu verfahren.

Paul Georg
Mitglied im Sportentwicklungsausschuss des Deutschen Betriebssportverband e.V.

 

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